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Wilde Hexen auf der Hohen Salve

Foto: Hannes Daberning
Die Hohe Salve ist im Sommer wie verhext. Hier kann man mit den Kids im Hexenbadehaus planschen, barfuß wandern, Kekse backen und natürlich eindrucksvolle Gipfelpanoramen erleben.

Ob die Hexen auch mit der Seilbahn hinaufgefahren sind? Der Nachwuchs will es ganz genau wissen. Wir sitzen gerade in der Kabine der Seilbahn auf die Hohe Salve. Unser Ziel ist das Hexenwasser, die wohl ungewöhnlichste Freizeitattraktion in den Tiroler Bergen, ein alle Sinne ansprechender Erlebnisparcours für die Familie. Als es Hexen gab, da hatte man noch keine Seilbahn. Außerdem flogen die Hexe­n doch auf ihren Besen, erklären wir unsere­n Kindern. Wenige Minuten später schweben wir in die Mittelstation in Hochsöll ein. Hier geht es los. Auf den Spuren der Hexen waten wir durch frisches Quellwasser, balan­cieren auf krummen Baumstämmen und erfahren am Bienentanzplatz, wie die kleinen Tiere miteinander kommunizieren. An der Steinmühle kann man sich einen schönen Stein schleifen, was wir ebenfalls zumindest versuchen. Und drüben am Gegenhang in Salvenmoos, da gibt es das Hexen­badehaus. Selbst die Hexen hatten schon einen Sinn für Wellness. Warum auch nicht, sie saßen hier ja schließlich an der Quelle. Und genau in an diesen Quellen sollen sie dann stundenlang im Wasser­ gelegen und die Aussicht genossen habe­n. Heute kann man das auch machen – in eigens gebauten Badehäusern.

Spannend: wie es früher auf der Alm war. | Foto: Hexenwasser
Spannend: wie es früher auf der Alm war. | Foto: Hexenwasser

So viel Erlebnis macht hungrig, weshalb wir überlegen, ob wir das kurze Stück hinauf zur Simon­alm gehen, wo Kinder in der alten Backstube selbst Kekse backen können. Die Alterna­tive ist der Weg zur Stöcklalm, in der man nicht nur schön einkehren und auf der Terrasse sitzen kann. In der Stöcklalm wird auch Brot gebacken und Bergkäse produziert. Die Kinder jauchzen­: »Wir wollen beim Brotbacken zuschauen.« Dem Wunsch geben wir nach, zumal­ es dort ebenso eine Brotzeit gibt, denn wir wollen ja noch auf den Gipfel.

Gestärkt und mit dem neuen Wissen, wie Brot gebacken wird, wandern wir wenig später­ Richtung Kraftalm weiter. Anfangs geht es noch fast flach dahin, dann wird es schon etwas steiler. Über eine Stunde gehen wir bis zur schön gelegenen Kraftalm und vorbei am Gasthaus Rigi, wo im Winter die Skipiste verläuft, rauf zum Gipfel Hohe Salve. Jetzt sind wir auf 1829 m und über 700 m über der Mittelstation. Die Aussicht ist sensationell. Hier der Wilde Kaiser, dort die Kitz­büheler Alpen, hinten die Zillertaler Drei­tausender­ und der Großvenediger. Die Hexen haben auch hier Spuren hinterlassen. In eini­ge­­r­ Entfernung steht die Windharfe, die je nach Windstärke eindrucksvolle Melodien aufspielt. Schon erstaunlich, was man bei den Hexen so alles erleben kann.

 
4-Seasons Info
 

Das Hexenwasser ist vom 17. Mai bis zum 21. Oktober 2012 geöffnet. Der Eintritt ist im Gondeltarif inklusive, www.hexenwasser.at. Allgemeine Infos gibt es bei der Ferienregion Hohe Salve, Brixentalerstraße 41, A-6361 Hopfgarten, Tel. +43 (0)5335/232 212, www.hohe-salve.com.
Mit der Bahn bequeme Anreise bis Wörgl, www.bahn.de.

 

Teil 1: Saalbach Hinterglemm

Teil 2: Ferien auf dem Bauernhof

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