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Von Auto bis Windeln: Tipps fürs Reisen mit Kindern
Foto: Anna Alboth
- Transport
Für die Reisen mit unseren kleinen Kindern war das Auto das beste Fortbewegungsmittel: flexibel, ohne Fahrpläne, immer da, wettersicher, absperrbar. Es schleppt ohne zu murren Windeln, Gläschen mit Babynahrung, Spielzeug, Wechselklamotten, Kinderbett und Teddybär. Und wenn man fährt, dann schlafen die Kleinen. - Geschwindigkeit
Was wir schnell lernen mussten: nicht zu viel planen und mit dem Rhythmus der Kinder reisen. Und der ist nicht der Schnellste. Für uns heißt das: morgens lange frühstücken, dann eine Runde spielen oder etwas unternehmen und erst losfahren, wenn die Kids gegen Mittag langsam müde werden. Nach zwei, drei Stunden Fahrt anhalten und aussteigen zum nächsten Abenteuer. Lange Fahrten sind nichts für kleine Kinder. - Verpflegung
Was muss von zu Hause mit, was kann man unterwegs kaufen? Dabei macht es übrigens kaum einen Unterschied, ob man an der Ostsee, im Kaukasus oder zu mexikanischen Mayadörfern unterwegs ist: Kinder gibt es überall und damit auch Windeln, Babymilch, Gläschen, Wasser. Wirklich! - Notreserve
Trotzdem haben wir immer für drei Tage Babybrei und Wasser dabei. Danach muss man einen Laden finden. Ein kleiner Benzinkocher zaubert unabhängig vom Stromnetz unterwegs warme Mahlzeiten für uns und die Kleinen auf den Tisch. Nur mit Obst oder Knabberzeug kann man sie eine Weile, aber nicht ewig bei Laune halten. Und Achtung: Hungrige Kinder werden zu Terroristen.
- Heimat
Ein Stück zu Hause reist bei uns immer mit: Kissen, Kuscheltier und die eigene Matratze erleichtern das Einschlafen in fremder Umgebung. Nichts ist schöner als die schlafenden Kinder am Abend zu sehen. - Timing
Manche unserer Sandkastenbekanntschaften haben uns drei Jahre lang kritisch beäugt, nach den Reisen gefragt, mit sich gerungen: Träume leben trotz Kindern? Verreisen mit dem Nachwuchs? Schlafen nicht zu Hause? Dann haben sie sich nach drei Jahren ein Herz gefasst und sind losgezogen. Das geht meist in die Hose, denn die Kinder sind es nicht gewohnt. Drum lebe und reise mit deinen Kindern von Anfang an! - No-Go
Was man nicht mitnehmen sollte? Den Kinderwagen! Der ist ein elender Platzfresser. Eine Babytrage für die ganz Kleinen und ein Baby-Rucksack, wenn sie gut sitzen können sind tausendmal praktischer und flexibler.
Hier geht es zum großen Träume-leben-Interview mit Thomas und Anna Alboth aus 4-Seasons #36.
01. November 2012, Text: Anna und Thomas Alboth
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