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Skitouren-Spezial: Sachsen

Auf der Kandahar von Sachsen: Rainer Jäpel lässt es an der Lausche krachen. | Foto: Archiv Jäpel
Zittauer Gebirge oder doch Erzgebirge? Sachsen bietet gleich mehrere Möglichkeiten um auf Skitour zu gehen. Skiexperte Rainer Jäpel aus der Dresdner Globetrotter Filiale kennt die besten Routen im nahen Osten.

Egal ob Alpin, Telemark oder Tourenski: Rainer Jäpel fährt alles und kennt sich aus. Der stellvertretende Leiter der Dresdner Globetrotter-Filiale ist nicht nur der richtige Ansprechpartner, wenn es um Skitouren-Ausrüstung geht. Rainer kennt auch coole Touren. Beweis gefällig? Insider berichten von der Verkäufer-Schulung am Dachstein, als Rainer früh morgens auf Rollski über die Straße zur Talstation der Seilbahn lief, mit Tourenski am Rucksack die Gondel links liegen ließ, über den Klettersteig aufstieg und schließlich mit aufgefellten Ski über den Gletscher zum vereinbarten Treffpunkt kam. Doch der Sachse kennt nicht nur »1.500-Höhenmeter-Aufwärmtouren« in den Alpen. In den Bergen seiner Heimat hat Rainer für 4-Seasons.de vier moderate Skitouren ausgewählt:

Mittleres Erzgebirge: Pöhlberg

Verkehrte Welt: Die Tour am Pöhlberg beginnt mit der Abfahrt, der Aufstieg bildet den Abschluss. | Foto: Archiv Rainer Jäpel
Verkehrte Welt: Die Tour am Pöhlberg beginnt mit der Abfahrt, der Aufstieg bildet den Abschluss. | Foto: Archiv Rainer Jäpel

Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten im Pöhlbachtal beginnt diese Skitour auf dem Gipfel des Pöhlberges (831 Meter ü. NN). Vom Gipfel folgt man in Richtung Osten einem Wanderweg und erreicht die Bergstadion des Skiliftes am Pöhlberg. Nun folgt man der Abfahrtsstrecke entlang des Liftes. An dessen Talstadion leicht linkshaltend auf die Wiesen unterhalb des Pöhlberges bis zu einem alten Bergarbeiterhaus. Nun leicht rechts über freies Gelände bis zum tiefsten Punkt im Pöhlbachtal (500 Meter ü. NN), der Aufstieg erfolgt entlang der Abfahrtsstrecke.

Info - Ausgangspunkt: Parkplatz auf dem Gipfel des Pöhlberges (Koordinaten: N 50 34 25.4 E 13 01 53.7) | Streckenlänge: 2,5 km | Höhenunterschied:  331 Hm | Aufstiegsdauer: 40 min | Tipp: Berghotel Pöhlberg, www.berghotel-poehlberg.de | am Wochenende bei Betrieb des Skiliftes vom SC Norweger Annaberg, urige Einkehr in deren Skihütte auf etwa der Hälfte des Aufstieges, www.skiclub-norweger.de

 

Sachsens höchster Gipfel: Fichtelberg

Sachsens Höchster: Der Fichtelberg ist mit 1215 Metern die größte Erhebung im Freistaat. | Foto: Archiv Jäpel
Sachsens Höchster: Der Fichtelberg ist mit 1215 Metern die größte Erhebung im Freistaat. | Foto: Archiv Jäpel

Ausgangspunkt für die Skitour auf Sachsens höchsten Berg ist der Parkplatz am Skilift an der Himmelsleiter (980 Meter ü. NN). Diesen erreicht man nach der langen Ortsdurchfahrt durch Oberwiesenthal, Deutschlands höchstgelegenster Stadt. Vom Parkplatz folgt man dem Weg an der Sportpension »Waldeck« vorbei zur Talstation des Schleppliftes. Nun wählt man die Waldschneise rechts des Liftes. Diese alte Tourenabfahrt wird meist nicht präpariert und ist deshalb nicht so frequentiert. Aufgrund der moderaten Steilheit ist diese Tour hervoragend für Einsteiger geeignet. Nach 250 Höhenmetern erreicht man »Top of Sachsen«. Vom Gipfel des Fichtelberges (1215 Meter ü. NN) gibt es verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten. Am reizvollsten ist sicherlich die steile Abfahrt unter der Seilbahn. Gleichzeitig stellt diese Strecke mit 300 Höhenmetern auf einer Länge von einem Kilometer auch eine knackige Aufstiegsalternative dar.

Info - Ausgangspunkt: Parkplatz an der Himmelsleiter (Koordinaten: N 50 26 08.1 E 12 58 05.6) | Streckenlänge:1,5 km | Höhenunterschied: 250 Hm | Aufstiegsdauer: 30 min | Tipp: Lohnenswert ist auch der Weg zum Kleinen Fichtelberg und die anschließende Abfahrt über den Osthang bis zur Straße der B95. Dort ist auch der Übergang zum benachbarten Keilberg möglich.

 

Zittauer Gebirge: Lausche

Auf der alten Piste an der Lausche wurden früher sogar alpine Skirennen ausgetragen. | Foto: Archiv Jäpel
Auf der alten Piste an der Lausche wurden früher sogar alpine Skirennen ausgetragen. | Foto: Archiv Jäpel

Die Lausche (792 Meter ü. NN) ist die höchste Erhebung des Zittauer Gebirges, dem kleinen aber feinen, östlichsten Mittelgebirge innerhalb des Freistaates Sachsen. An der Grenze zu Tschechien erhebt sich, neben den vielen kleinen Sandsteinfelsen, der Gipfel der Lausche. Als Aufstiegsroute dient dabei vor allem die alte Rennstrecke, auf welcher früher alpine Skirennen ausgetragen wurden. Ausgangspunkt für eine Skitour auf die Lausche ist der zentrale Parkplatz an der Touristinformation in Walthersdorf (457 Meter ü. NN). Zum Einstieg der Tour läuft man zuerst die Dorfstraße 100 Meter bergab, hinter Haus 117a erreicht man die auslaufenden Wiesen des Lauschegipfels. Diesen folgt man linkshaltend in Richtung Lausche. Einem eingezäunten Grundstück weicht man nach rechts zum Wald aus. Dort folgt man einem Steig durch lichten Wald zum Beginn der Waldschneise, die bis kurz unter den Lauschegipfel führt. Von da an steil in Spitzkehren ca. 200 Höhenmeter die Schneise hinauf, den Wanderweg zur Lausche kreuzend. Am Ende des Hanges (Ende alter Skilift) nach links durch Waldstück zum Weg, welcher nach kurzer Zeit auf den Gipfel führt. Bei schönem Wetter hat man vom Gipfel der Lausche fantastische Ausblicke ins Lausitzer Bergland sowie ins Iser- und Riesengebirge. Alternativ kann man auch durch das kleine Skigebiet und den anschließend ausgeschilderten Wanderweg den Gipfel erreichen. Die für ein Mittelgebirge recht anspruchsvolle Abfahrt endet im Skigebiet, wo man nach einer Rast in einer der Bauden erneut in Richtung Lauschegipfel auffellen kann.

Info - Ausgangspunkt: Parkplatz in Walthersdorf (Koordinaten: N 50 51 34.0 E 14 39 18.7) | Streckenlänge: 2 km | Höhenunterschied: 335 Hm | Aufstiegsdauer: 45 min | Tipp: Cafe Balzer im Kurort Jonsdorf und die Saunalandschaft im Trixipark Großschönau

 

Osterzgebirge: Geisingberg

Die schönste Skitour im Erzgebirge führt auf den Geisingberg bei Altenberg. | Foto: Archiv Jäpel
Die schönste Skitour im Erzgebirge führt auf den Geisingberg bei Altenberg. | Foto: Archiv Jäpel

Die alte Sachsenabfahrt am Geisingberg (824 Meter ü. NN.) ist die schönste Skitour im Erzgebirge. Neben den landschaftlichen Reizen, der Variantenvielfalt im Aufstieg und den Abfahrtsmöglichkeiten, gibt vor allem der »Einkehrschwung« in der gemütlichen Geisingbergbaude einem Skitag am Berg den besonderen Abschluß. Ausgehend vom Parkplatz des Wildparkes Geising (519 Meter ü. NN) an der S 178, folgt man dem Straßenverlauf noch 200 Meter talaufwärts. Die nächste Brücke über die Müglitz führt zum Einstieg in die Tour. Vom letzten Haus nach der Brücke folgt man den Wiesen leicht linkshaltend ca. 300 Meter und erreicht eine schmale Waldschneise. An deren Ende erreicht man die nächsten Wiesen. An der Waldgrenze weiter linkshaltend bergan. Im weiteren Verlauf kreuzt man die Eisenbahnstrecke der Müglitztalbahn. Nach dem Bahnübergang dem Wanderweg rechts folgen. Sobald wie möglich verlässt man den Wanderweg und steigt rechtshaltend weiter über flache Wiesen, mit kurzen Steilstücken an den für das Erzgebirge typischen Steinrücken, bis an den Fuß des Berges. Nun die alte Skiabfahrt steil bis zum Gipfel empor. Die Abfahrt folgt der Aufstiegsroute. Varianten in der Abfahrt links und rechts der Aufstiegsroute über die schönen Geisingbergwiesen. Achtung bei Überquerung der Eisenbahnstrecke!

Info - Parkplatz Wildpark Geising im Müglitztal (Anfahrtsskizze | Koordinaten: N 50 46 44.1 E 13 47 31.2) | alternativ: Wanderparkplatz Geisingberg in Altenberg von da in 20 Minuten zum Gipfel – Tour startet in diesem Fall mit der Abfahrt über die Strecke | Streckenlänge: 2 km | Höhenunterschied: 305 Hm | Aufstiegsdauer: 30 min | Tipp: Bergbaude Geisingberg, www.geisingberg.de

 

4-Seasons Info

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