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Schnell, schneller: Ueli Steck

Nach nur 20 Stunden erreichte Steck wieder wohlauf das Lager. | Foto: Rob Frost/www.himlayaspeed.com
Rekord am Shisha Pangma: Bergsteiger Ueli Steck hat den nächsten Schritt gewagt und seine Solo-Speed-Begehungen an die ganz großen Berge der Erde verlagert. 4-Seasons.de hat ein kleines Link-Portrait zum derzeit schnellsten Alpinisten zusammen gestellt.

Neue Ziele für Uli Steck: Nachdem der Schweizer im Winter 2008/2009 bereits die großen Nordwände der Alpen – Eiger, Grand Jorasses und Matterhorn – in Rekordzeiten bestieg, spurtete er jetzt in Tibet den Shisha Pangma (8027m) in nur zehneinhalb Stunden hinauf.

In nur 10,5 Stunden erreichte Ueli Steck den Gipfel des 8027 Meter hohen Shisha Pangma. | Foto: Rob Frost/www.himlayaspeed.com

Durch die 2000 Meter hohe Süd-Westwand am kleinsten Achttausender Shisha Pangma wollte der 34-Jährige eigentlich zusammen mit seinem Kletterpartner Don Bowie aus Kanada klettern. Da sich Bowie aber noch nicht ausreichend für die Höhe akklimatisiert fühlte, entschieden die zwei Alpinisten, dass der Schweizer das Schönwetterfenster für einen Alleingang nutzen sollte. 20 Stunden später war Steck erfolgreich im Basislager zurück. Auf den Shisha Pangma haben sich Steck und Bowie in der nepalesischen Khumbu-Region vorbereitet.

Ueli Steck Climbing Shisha Pangma (8027m) from Mountain Hardwear on Vimeo.

Steck und Bowie reisen jetzt weiter zur Nordwand des Cho Oyu, mit 8201 Metern der sechsthöchste Berg der Erde. Ueli Steck hat sich zur Aufgabe gesetzt schwierige Routen so schnell als möglich zu besteigen. Dabei will der derzeit schnellste Alpinist nicht nur fix klettern, sondern auch in gutem Stil. Also ohne Fixseile, Hochlager und weitere Hilfsmittel: im reinen Alpinstil, nur mit dem Rucksack auf dem Rücken. 2009 erhielt Steck zusammen mit Simon Anthamatten den »Piolet d’ Or« für ihre Erstbegehung im Alpinstil der Tengkampoche Nordwand (6500m) in Nepal.

Für seine Touren trainiert »The Swiss Machine« 30 bis 40 Stunden in der Woche. US-Fotograf Dan Patitucci hat den 34-Jährigen im Feburar 2011 zwei Tage beim Training begleitet und berichtet darüber in seinem Blog.

Trotz extrem professioneller Vorbereitung, bedeuten die schnellen Solo-Touren immer ein hohes Risiko. Besonders an den großen Bergen sind die Sicherheitsreserven minimal. 2008 hat Steck bereits einen Absturz an der Annapurna (8091m) überlebt. Das Schweizer Fernsehen hat darüber eine Dokumentation (26 Minuten) gedreht.

 

4-Seasons Info

Weitere Infos zu Ueli Steck:

Für die drei großen Nordwände der Alpen benötigte Steck:

  • Eiger (Heckmair-Route): 2 Stunden 47 Minuten [Aktualisierung: am 20. April 2011 hat der Schweizer Dani Arnold den Speedrekord am Eiger auf 2 Stunden 28 Minuten verbessert.]
  • Matterhorn (Schmid-Route): 1 Stunde 56 Minuten
  • Grand Jorasses (Colton/McIntyre-Route): 2 Stunden 21 Minuten
 
 
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