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Patagonias Ökobilanz

Foto: Patagonia
Grünes Denken ist bei Patagonia kein Lippenbekenntnis: In den »Footprint Chronicles« stellen die Kalifornier – durchaus selbstkritisch – die Umweltbilanz ihrer eigenen Produkte online und laden zum Mitdenken ein.

40 Kilowattstunden Strom, 30 Kilo CO2-Belastung, 227 Gramm Abfall bei der Herstellung, 17.976 Transportkilometer von Materialien und Produkt – das ist die Ökobilanz von Patagonias Talus Jacket. Auf der Habenseite: das Softshell ist voll recyclebar. Wer will, bekommt weitere Infos und Filme zu Produktionsorten und Materialien, kann in einem Forum Fragen stellen und Verbesserungsvorschläge machen. So funktionieren die »Footprint Chronicles«, eine von Patagonia selbst ins Netz gestellte Kampagne für mehr Transparenz in Sachen Klimabelastung. Aktuell werden 17 typische Produkte vom T-Shirt bis zur Reisetasche durchleuchtet, weitere sollen folgen. Ein mutiger Schritt, fast eine Selbstanklage.

Aber es verwundert nicht, dass ausgerechnet Patagonia damit beginnt: Für Yvon Chouinard, Kletterer, Surfer und Patagonia-Gründer, ist Nachhaltigkeit schon immer Teil der Firmenphilosophie, z. B. spendet das Unternehmen stets 1 % des Umsatzes für den Umweltschutz.
Auch die »Footprint Chronicles« funktionieren: Nach dem ersten Schreck (der Schuh Honeydew hat 30.000 Kilometer hinter sich!?) dämmert die Erkenntnis, dass das ja nicht nur auf Patagonia-Produkte zutrifft und der Weg der Amerikaner vielleicht der einzig richtige ist: analysieren, diskutieren, besser machen. Die »Footprint Chronicles« (derzeit nur auf Englisc-h) finden Sie unter www.patagonia.com/web/eu/footprint/index.jsp.

Tipp: Das Buch »Let my people go surfing« von Patagonia-Gründer Yvon Chouinard über sein-e ungewöhnliche Firma erscheint Mitte September auf Deutsch (»Lass die Mitarbeiter surfen gehen!«, Redline Verlag, 24,90 Euro).

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Kommentare

Bild von philip

Hallo Eco-Logic,
vielen Dank für Ihren Hinweis – laut unseren Informationen sind die Behauptungen von Vier Pfoten nicht belegbar, Informationen zur Herkunft der Patagonia-Daunen und eine Gegendarstellung der Firma sind unter diesem Link zu finden:
http://www.globetrotter.de/de/beratung/hersteller/hersteller_a_z_detail....
Fest steht, dass Daunen aus tierquälerischer Haltung unter keinen Umständen akzeptabel sind. Sowohl Globetrotter als auch wir von 4-Seasons bleiben dran an diesem Thema!
Viele Grüße aus der Redaktion

Bild von eco-logic

Grün mit ein bisschen Tierquälerei?

Der Outdoor Konzern Patagonia ist für sein Öko-Image mittlerweile bekannt. Man achtet auf eine faire Bezahlung der Arbeiter und setzt auf neuartige nachhaltige Materialien zum Herstellen der Outdoor Kleidung. Leider nimmt man es aber mit dem Tierschutz wohl nicht so genau. Wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten berichtet, werden bei Patagonia Daunen aus tierqäulerischer Haltung für die schicken Daunenjacken genutzt:

http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1224&idcontent=4698&lang...

Ich hoffe, dass Patagonia schnellstens eine Lösung für dieses Problem findet, denn das passt gar nicht zu ihrem Image.