Nanga Parbat: Simone Moro und Denis Urubko brechen ab
Bereits seit zwei Wochen warteten Denis Uruko und Simone Moro auf ein Wetterfenster für den Gipfelversuch am Nanga Parbat, doch jetzt kündigte der Wetterbericht des Metereologen Karl Gabl aus Innsbruck zwei weitere Wochen Schlechtwetter an. Die kleine Expedition wird ein kurzes Wetterfenster von zwei Tagen nutzen, um das Basislager abzubauen und in die Zivilisation zurückzukehren.
Vor 51 Tagen waren Moro und Urubko zum Naga Parbat aufgebrochen. Bei zunächst guten Wetterbedingungen konnten sie sich gut akklimatisieren und drei Hochlager bis auf 6.600 Meter einrichten. Seit Ende Januar hat sich das Wetter dann stark verschlechtert, sodass der geplante Gipfelversuch ausbleiben muss.
Um die Situation im Basislager ein wenig zu illustrieren, schrieb Simone Moro im Expeditionsblog: »Stell dir vor, du lebst seit Weihnachten in einem Zelt, bei Temperaturen wie ihr sie gerade in Europa erlebt habt.«
Auch wenn der Gipfel des Nanga Parbat unerreicht bleibt — es hätte schlechter Ausgehen können. Eine russische Gruppe am K2 hatte bereits vor einer Woche ihre Expedition abgebrochen, nachdem Teammitglied Vitaly Gorelik zunächst Erfrierungen erlitten hatte und schließlich an einer Lungenentzündung im Basislager starb. Eine Rettung per Helikopter hatte aufgrund des schlechten Wetters nicht rechtzeitig erfolgen können.
14. Februar 2012, Julian Rohn mit Pressematerial von The North Face
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