Globetrotter VisionsWald – Bäume in der Schule
Es war einmal ein kleines Gut im Nordosten Costa Ricas. Mit Hügeln, Wäldern und Bächen, die vielen Tieren ein Zuhause gaben. Nur wenige Menschen waren dort und bestellten das Land. Alle lebten harmonisch und nutzten und pflegten die Natur … Klingt wie ein Märchen? Aber es gibt sie wirklich, die Finca Chaparrón. Ich habe dort einige Zeit gelebt und gearbeitet.
Ich traf am Ende der Trockenzeit in Costa Rica ein. Trotzdem war die Vegetation grün und üppig, ein Paradies. Auch für Tiere: Libellen, Eidechsen, Wasserschildkröten, Affen, Faultiere … Während meines Aufenthalts konnte ich allein 52 verschiedene Vogelarten beobachten.
Erster Schritt: die Baumschule
Ein Grund meiner Reise war der Aufbau einer Baumschule für den Globetrotter VisionsWald. Zuerst kam der Bulldozer, trug von einem geeigneten Stück Boden die Vegetationsschicht ab und häufte sie zur Wiederverwertung auf. Die wenigen Bäume und Sträucher wurden herausgezogen und der Boden von Unkräutern gesäubert. Dann musste die Erde gesiebt und in Pflanzbeutel gefüllt werden. Die Fläche erhielt noch ein Dach aus Maschendraht, um Samen und junge Pflanzen vor der Sonne schützen, danach war die Baumschule vorbereitet. Die Almendron-Samen waren bereits vorab mit einer Grasschicht bedeckt worden, damit sie feucht blieben und keimen konnten. Täglich mussten sie gegossen und kontrolliert werden. Die gekeimten Samen wurden dann in die Pflanzbeutel gesetzt – und wuchsen.
Sind die Pflanzen etwa 30 Zentimenter groß, gewöhnt man sie langsam an das direkte Sonnenlicht, indem man täglich für kurze Zeit das Dach entfernt. Mit 40 Zentimetern schließlich sind die Bäumchen fertig mit der Schule – und werden im Wald eingepflanzt. Das geschieht zu Beginn der Regenzeit, sodass gleich für Bewässerung gesorgt ist. Dort werden sie groß und stark. Fast wie im Märchen.
Mehr zum VisionsWald unter www.4-seasons.tv/visionswald
4-Seasons Info
Was heißt »klimaneutral«?
Einerseits verursacht jede Globetrotter-Lieferung eine Emission von Treibhausgas, andererseits wird durch Aufforstungen im Globetrotter VisionsWald CO2 gebunden. Wenn sich diese Werte ausgleichen, gilt der Versand als »klimaneutral«.
Das klingt einfach, muss aber kompliziert errechnet werden. Diese Aufgabe übernimmt als qualifizierte Stelle das ÖkoInstitut in Berlin. Für die Berechnung werden der LKW-Transport vom Logistikzentrum bis zur Kundenhaustür einbezogen, ebenso der Strom- und Wärmeverbrauch beim Versanddienstleister und im Logistikzentrum.
Dabei werden soweohl direkte Emissionen (Verbrennung von Benzin, Gas etc.) einbezogen als auch indirekte (Gewinnung und Verteilung von Benzin,Gas etc.). Diese »konservative Berechnung« führt dazu, dass Globetrotter fast die doppelte Schadstoffmenge ansetzt (und kompensiert) wie manche vergleichbare Anbieter.
Nach ersten Berechnungen werden 2011 rund 1,2 Mio. Pakete mit durchschnittlich 840 Gramm CO2-Emissionen verschickt. Macht insgesamt knapp über 1000 Tonnen CO2 pro Jahr. Der VisionsWald umfasst 20 Hektar mit rund 20.000 Bäumen und kompensiert über den geplanten Zeitraum von 50 Jahren rund 8.000 Tonnen CO2.
Kurz: Das Projekt VisionsWald ermöglicht etwa fünf bis sieben Jahre lang den »klimaneutralen« Versand an die Kunden.
Ausführliche Infos: www.visionswald.de
24. November 2011, Text: 4-Seasons
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